Bauen

Montag 05. März 2018
Bild: www.beuth.de

Fachbuchvorstellung: Hörsamkeit in Räumen

Kommentar zur DIN 18041

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Im Sinne des inklusiven Bauens und unter Berücksichtigung unterschiedlicher und neuer Bauweisen sind von Planungsbeginn an die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränktem Hörvermögen zu berücksichtigen, nicht nur für Veranstaltungsräume, sondern überall dort, wo sich Menschen begegnen, z. B. in Fluren, Foyers, Pausenhallen u. ä.. Lärmbedingte Probleme in Räumen des alltäglichen Lebens betreffen nicht nur Menschen mit beeinträchtigtem Hörvermögen, sondern alle Menschen.

Entsprechend umfangreich sind die Anforderungen und Planungsrichtlinien in DIN 18041 zur Sicherung der Hörsamkeit in Räumen vorrangig für die Sprachkommunikation angelegt und schließen erforderlichen Maßnahmen ein.

Während der Überarbeitung der Norm gab es Diskussions- und Konsenspunkte, die für die Fachwelt und den Anwender der Norm dokumentiert und erläutert werden sollen, um das Verständnis für den Umgang zu erhöhen und die Anwendung in der Praxis zu erleichtern. Praxisbeispiele ergänzen die Kommentierung.

Hörsamkeit in Räumen
von Dipl.-Ing. Tobias Kirchner, Dipl-Ing. Annika Moll, Dr. Reinhard O.Neubauer u.a.
1. Auflage 2018 | xx Seiten
ISBN 978-3-410-26035-6| ca. 62 €

Quelle: www.beuth.de

Montag 05. Februar 2018
Bild: www.irb.fraunhofer.de/

Fachbuchvorstellung: KOMPENDIUM Schimmel in Innenräumen

Erkennen, Bewerten und Sanieren

Bild: www.irb.fraunhofer.de/

Schädliche Mikroorganismen in Innenräumen gefährden die menschliche Gesundheit und zerstören Baustoffe. Frau Messal vermittelt umfassend und fundiert die Sachkunde zu Schimmelpilzbefällen in Innenräumen. Sie erläutert alle Schritte zur Erstellung eines Schadensgutachtens von der fachkundigen Probenentnahme über die mikrobielle Diagnostik, die relevanten chemisch-physikalischen Untersuchungsverfahren bis zur Interpretation der Befunde.

Bei Schimmelschäden sind außer Schimmelpilzen meistens auch Bakterien, Milben und Protozoen im Spiel. Die Bewertung des Schadensausmaßes hängt darüber hinaus von den Anforderungen an die Innenraumhygiene ab, die im »Schimmelleitfaden« des Umweltbundesamtes neu definiert wurden. Die Autorin erläutert die gesundheitlichen Aspekte sichtbarer und versteckter Schadensbilder. Sie diskutiert kritisch den neuen UBA-Leitfaden und geht auf rechtliche Aspekte ein, die sich oftmals aus Schimmelschäden ergeben. An Beispielen erläutert sie die Sanierung mikrobieller Schäden, beginnend bei Erstmaßnahmen, der Baustellenplanung über die Ausführung bis zur Nachuntersuchung. Dabei wägt sie alternative Sanierungstechniken ab und geht auch auf das wichtige Thema Arbeitsschutz ein. Möglichkeiten der Schimmelprophylaxe bei Neu- und Wiederaufbau vervollständigen den Maßnahmenkatalog.


Das »Kompendium Schimmel in Innenräumen« ist auch geeignet für die Qualifizierung zum Sachkundigen für das Erkennen, Bewerten und Sanieren von Schimmelpilzschäden in Innenräumen mit dem Schwerpunkt Holz- und Bautenschutz.

 

Der Inhalt des Kompendiums Schimmel in Innenräumen ist in folgende Themengebiete gegliedert:

  • Einleitung
  • Grundlagen
  • Ursachen von Feuchteschäden
  • Schadensbilder erkennen, Schäden suchen
  • Milrobielle Diagnostik und Probenahmestrategie
  • Bewertung von Schäden
  • Sanierung von mikrobiellen Schäden
  • Wiederaufbau
  • Berichte schreiben, Gutachten lesen

 

Kompendium Schimmel in Innenräumen
Erkennen, Bewerten und Sanieren
Constanze Messal
2018, 304 S., 280 Abb., 24 Tab., 30 Graf., Hardcover
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-8167-9313-7

 

Quelle:https://www.baufachinformation.de/

Montag 08. Januar 2018
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Fachbuchvorstellung: Der BIM-Manager

Literatur zu Building Information Modelling - Praktische Anleitung für das BIM-Projektmanagement

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Der BIM-Manager behandelt alle für eine erfolgreiche BIM-Einführung wichtigen Begriffe, Methoden, Technologien, Projektanforderungen und Verantwortlichkeiten. Der Verfasser möchte mit dem Buch ein standhaftes Fundament inmitten all der Verwirrung und der Missverständnisse hinsichtlich der Frage, was BIM ist und nicht ist legen.

Dafür ist das Buch in drei Abschnitte geteilt. Zuerst wird eine allgemeine Einführung in Konzeption und Kontext der Gebäudeinformationsmodellierung gegegeben, dann wird eine Methode der Planung und Implementierung von BIM innerhalb einer Organistion oder eines Unternehmens erläutert. Zuletzt werden die Aktivitäten und Prozesse des BIM-gestützeten Projektmanagements von der Projektdefinition über Planung und Bauausführung bis zur Übergabe an den Auftraggeber geschildert.

Der Fokus liegt dabei auf den Planungs- und Ausführungsphasen im Hochbau - wobei der Blickwinkel von planerisch tätigen Unternehmen gewählt wurde.

 

Die Kapitel sind wie folgt gegliedert:

  1. Einführung
  2. Grundlegende Konzepte und Prinzipien
  3. openBIM und die buildingSMART-Standards
  4. Die Anwendung der openBIM-Standards
  5. BIM implementieren: Strategie und Anleitung
  6. Definition und Planung von Projekten
  7. Aufsetzen und Durchführen von Projekten
  8. Rollen und Verantwortungsbereiche
  9. BIM-Projektmanagement
  10. Schlusswort

In den ersten beiden Kapiteln wird die Wichtigkeit der Nutzung einer einheitlichen verstandenen Terminologie und klar definierter Prozesse erörtert und klargestellt, dass dieses die Basis für kollaboratives Arbeiten ist. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Normenreihe ISO 19650.

Da es für die Anwendung notwendig ist, den Sinn bestehender Datenaustausch- und Komminikationsnormen zu verstehen, werden in den Kapiteln 3 und 4 die im Kern von der buildingSMART aufgestellten openBIM-Normen vorgestellt. Die Norm soll in ihrem Grundsatz und ihrer Anwendung begreiflich gemacht werden.

Das Ziel des ersten Teils ist es also einen Überblick über die Gesamtleistung von BIM mit seinen Bestandteilen Technologie, Prozesse, Normen und menschliche Faktor zu erhalten.

In den Kapiteln 5 und 6 widmet sich der Autor der strategischen Planung als ausschlagegebenden Erfolgsfaktor. Dabei werden für die Implementierung und die Projektabwicklung Normen und Anleitungen vorgestellt.

Zum Abschluss werden in den letzten Kapiteln die praktischen Aspekte des Projektmanagements und der Projektabwicklung angeschaut.

 

Der BIM-Manager
von Mark Baldwin
1. Auflage 2018 | ca. 308 Seiten
ISBN 978-3-410-26232-9| ca. 56 €

Quelle: www.beuth.de

Dienstag 19. Dezember 2017
Bild: www.beuth.de

"BIM - Das Digitale Miteinander"

Literatur zu Building Information Modelling

Bild: www.beuth.de

Das Buch versteht sich als Management-Handbuch. Der Autor André Pilling zeigt anschaulich, wie BIM in Unternehmen und in Projekte implementiert werden kann. Er benennt Ansatzpunkte und gemeinsame Begrifflichkeiten, die das bisherige Miteinander von Planern, Bauherren, Ingenieuren und Fachplanern verändern.

Der Inhalt wird durchgehend von Best-Practice-Beispielen begleitet, welche die zielführende Arbeit mit BIM verdeutlichen. Die Praxisberichte beleuchten dabei gleichermaßen die Schwierigkeiten wie auch dievielen zu erzielenden Mehrwerte. So entsteht ein ausgewogenens, realistisches Bild vom neuen digitalen Miteinander.

Dieses braucht eine neue Kommunikationskultur. BIM ist daher nicht nur eine Planungsmethode, sondern steht vor allem für die Verknüpfung von Daten über alle Stakeholder und über die gesamte Produktlebensdauer. Dieser Kultur widmet sich dieses Buch ganz besonders.

Aus dem Inhalt:

  • BIM – Grundlagen und Begriffe
  • Fehler in der Kommunikation vermeiden
  • Miteinander interdisziplinär arbeiten
  • Prozesse, Richtlinien, Technologien
  • BIM-Implementierung
  • Change-Management
  • BIM-Manager
  • Qualifikation, Zertifizierung und Ausbildung.

BIM – Das Digitale Miteinander
von Dipl.-Ing. Arch. Andre Pilling
2. Auflage 2017 | 234 Seiten
ISBN 978-9-410-27327-1| ca. 52 €

Quelle: www.beuth.de

Montag 11. Dezember 2017
Bild: www.beuth.de

"BIM in der Anwendung" - Beispiele und Referenzen von Jakob Przybylo (Hrsg.)

Literatur zu Building Information Modelling

Bild: www.beuth.de

Die Digitalisierung in der Baubranche stellt die gesamte Industrie vor neue Herausforderungen, in der Arbeitsmethoden wie Building Information Modeling (BIM) als Einstieg vermehrt genutzt werden.

In der 1. Auflage von „BIM in der Anwendung“ schildern Experten aus elf führenden Unternehmen des Bauwerkslebenszyklus ihre Erfahrungen bei der Einführung und der praktischen Anwendung von BIM.

Die verschiedenen Perspektiven bieten dem Leser innovative Ansätze für die eigene Disziplin sowie konkrete Handlungsanweisungen als Orientierung. Das Buch stellt mit seinen interdisziplinären Einblicken eine essentielle Arbeitsgrundlage für Leser mit unterschiedlichen Kenntnisständen dar.

Das Portfolio der befragten Anwender ist breit gefächert und erfasst die gesamte Bandbreite der Branche:

  • Große und kleine Architektur- und Planungsbüros,
  • Öffentliche Auftraggeber,
  • Produkthersteller,
  • Generalunternehmer
  • und Ingenieurbüros

geben Einblicke in ihre praktische Arbeit mit BIM, berichten über Schwierigkeiten, aber auch über Mehrwerte.

Die jeweiligen Auslöser, Rahmenbedingungen zur Implementierung, konkrete wie allgemeine Anwendungsfälle, Risiken, Verbesserungen wie ein Ausblick in die Zukunft werden betrachtet. Internationale Büros berichten von ihren Erfahrung mit der Umsetzung der BIM-Methodik im Ausland. Zusammenfassend haben alle Unternehmen überwiegend positive Erfahrungen gemacht und sehen die BIM-Methode als zukunftsweisend in der Digitalisierung der Baubranche an.

BIM in der Anwendung – Beispiele und Referenzen
von Jakob Przybylo (Hrsg.)
1. Auflage 2017 | 180 Seiten
ISBN 978-3-410-26815-4 | ca. 42 €

Quelle: www.beuth.de

Donnerstag 02. November 2017
Bild: ift rosenheim

Bauteilkatalog „Schall“ für Vorhangfassaden erschienen

ift-Fachinformation SC-11/1 bietet einfachen Nachweis von Luft- und Längsschalldämmung für Fassadendetails

Bild: ift rosenheim

Die bauakustische Planung von Gebäuden benötigt Angaben zur Luft- und Längsschalldämmung der Bauteile. Für Vorhangfassaden konnten diese bisher nur anhand von Messungen im Labor oder aus Untersuchungen direkt am Bau nachgewiesen werden. Ein Tabellenverfahren wie für Fenster existierte bisher nicht. Durch die Erarbeitung eines Bauteilkataloges für Vorhangfassaden im Rahmen eines ift-Forschungsprojekts ist diese „Lücke“ jetzt geschlossen worden. In der neuen ift-Fachinformation SC-11/1 sind die Ergebnisse zusammengefasst. Für standardisierte Fassadendetails können Angaben zur Luft- und Längsschalldämmung ohne Messungen gemacht werden. Der zeitliche Aufwand und die Kosten reduzieren sich dadurch für die Beteiligten erheblich.

In der bauakustischen Planung von Gebäuden werden Angaben zur Luft- und Längsschalldämmung von Bauteilen benötigt. Für „Vorhangfassaden“ ließen sich solche Angaben bisher nur anhand von Messungen im Labor oder aus Untersuchungen am Bau (aus sogenannten Güteprüfungen) nachweisen. Eine Möglichkeit zur Planung und Nachweisführung über ein Tabellenverfahren existierte – im Gegensatz zu Fenstern – nicht. In einem ift-Forschungsprojekt (gefördert von der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung) wurden die Grundlagen zur analytischen Bestimmung der Luft- und Längsschalldämmung von Vorhangfassaden erstellt. Es ist nun möglich, für standardisierte Fassadendetails Angaben zur Luft- und Längsschalldämmung ohne Messungen nachzuweisen. Dadurch reduziert sich der Aufwand zum Nachweis erheblich und beeinflusst sowohl die Kosten als auch den zeitlichen Ablauf. Zusätzlich bieten die schalltechnischen Kennwerte für Standarddetails Vorteile bei der Planung und Konstruktion von Fassaden.

Die im Rahmen des Projekts durchgeführten Analysen und Untersuchungen basieren auf einer Datenbankrecherche im umfangreichen Fundus aus 30 Jahren Prüferfahrung des ift Rosenheim und auf messtechnischen Untersuchungen an Fassadenelementen, aus denen dann der Bauteilkatalog erstellt wurde. Für folgende Bereiche sind Kennwerte und Standarddetails verfügbar:

1. Luftschalldämmung von Vorhangfassaden

2. Horizontale Längsschalldämmung von Fensterbändern

3. Horizontale Längsschalldämmung von Vorhangfassaden

4. Vertikale Längsschalldämmung von Vorhangfassaden

Detaillierte Erklärungen der schalltechnischen Zusammenhänge und Berechnungsbeispiele ermöglichen die einfache Anwendung auch für Praktiker. Die Fachinformation kann als Download oder als Druckfassungauf der ift-Website unter www.ift-rosenheim.de/shop bezogen werden.

Bauteilkatalog Vorhangfassade – Luft- und Längsschalldämmung
ift-Fachinformation SC-11/1
1. Auflage 2017 | 70 Seiten
ISBN 978-3-86791-409-3 | ca. 35€

 

Quelle: www.ift-rosenheim.de

Donnerstag 02. November 2017
Bild: Beuth Verlag GmbH

Fachbuchvorstellung: Handbuch Schallschutz und Raumakustik

für Theorie und Praxis

2. überarbeitete Auflage 2015

Bild: Beuth Verlag GmbH

In diesem Buch werden die wichtigsten Grundlagen zur Akustik sowie praxisrelevante Zusammenhänge zum Schallschutz, der Schallausbreitung und zur Raumakustik dargestellt. Viele Zahlenbeispiele erklären und veranschaulichen die Inhalte. Darüber hinaus findet der Leser hilfreiche Erläuterungen zu wichtigen Normen, Verordnungen und Gesetzen. Eine kompakte Formelsammlung zu den wichtigsten Begriffen für einen schnellen Überblick liegt ebenfalls bei.

Der Inhalt dieser zweiten Auflage wurde auf Grundlage der bevorstehenden Neufassung der DIN 4109 überarbeitet.

 

Aus dem Inhalt:

//  Rahmenbedingungen und Vorgaben

//  Grundlagen Akustik

//  Physiologische Akustik

//  Schallausbreitung im Freien - Immissionsschutz

//  Hörsamkeit von Räumen - Raumakustik

//  Schallschutz von Gebäuden - Bauakustik

//  Europäische Normung Schallschutz

 

Handbuch für Schallschutz und Raumakustik für Theorie und Praxis
Bauwerk | von Dr. rer. nat. Ulf-J. Werner
2. überarbeitete Auflage 2015 | 452 Seiten, 24x17cm, Gebunden
Beuth Verlag GmbH
ISBN 978-3-410-25026-5 |  € ca. 56,–

 

Quelle: www.beuth.de

Donnerstag 02. November 2017
Bild: Beuth Verlag GmbH

Fachbuchvorstellung: Tabellenbuch Bauphysik

Wärme - Feuchte - Schall

Bild: Beuth Verlag GmbH

Das Tabellenbuch liefert eine übersichtliche Darstellung der für die Bauphysik relevanten Sachverhalte mit wichtigen Zusatzinformationen. Es fasst kurz und prägnant die wesentlichen Gleichungen, Parameter und Stoffkenngrößen zusammen.

Die erforderlichen Angaben sind im Wesentlichen den DIN-Normen entnommen. Der Inhalt gliedert sich in verschiedene Teile:

·         In Teil A „Wärmeschutz“ wird vertiefend auf die Belange des hygienischen Wärmeschutzes, des energiesparenden Wärmeschutzes und des sommerlichen Wärmeschutzes eingegangen.

·         Teil B „Klimabedingter Feuchteschutz“ beinhaltet Anforderungen und Nachweise zur Vermeidung kritischer Feuchten auf Bauteiloberflächen, zum Tauwasserausfall in Bauteilen, zur Luftdichtheit von Bauteilen sowie zum Schlagregenschutz von Wänden.

·         In Teil C „Baustoffkennwerte und U-Werte von Bauteilen“ sind wärme- und feuchteschutztechnische Kennwerte von Baustoffen und wärmetechnische Angaben von Bauteilen zusammengefasst.

·         Teil D „Bauakustik“ enthält Angaben zu Anforderungen und Nachweisen des Luft- und Trittschallschutzes in und an Gebäuden nach DIN 4109:2016-07.

·         Teil E „Raumakustik“ bezieht sich auf die akustische Ausgestaltung von Räumen und enthält Angaben zu Schallabsorptionsgraden und Schallabsorptionsflächen.

Im Anhang sind zusätzlich die Anforderungen und Nachweise an den Schallschutz im Hochbau nach DIN 4109:1989-11 und Beiblatt 1 zu DIN 4109:1989-11 zu finden.

Das Tabellenbuch ist ein nützliches Hilfsmittel für Bauschaffende, d. h. Architekten, Bauingenieure, Projektmanager und Sachverständige im Bauwesen, Mitarbeiter in Baubehörden, aber auch Handwerker und Studierende der Baustudiengänge.

 

 

Tabellenbuch Bauphysik - Wärme - Feuchte - Schall
von Thomas Ackermann
1. Auflage 2017 | 400 Seiten, 17x24cm, Broschiert
Beuth Verlag GmbH
ISBN 978-3-410-23178-3|  € ca. 42,–

 

Quelle: www.beuth.de

Dienstag 16. Mai 2017 | Rainer Huth
Bild: Rudolf Müller Verlag

Fachbuchvorstellung: Stahlbetonbau - Bemessung und Konstruktion - Teil 1 - 11. Auflage 2017

Grundlagen

Biegebeanspruchte Bauteile

Bild: Rudolf Müller Verlag

Aus dem Vorwort:
"Auch in Zeiten, in denen viele Berechnungs-, Bemessungs- und Konstruktionsaufgaben in immer größerem Maße - bis hin zu einer angestrebten, vollständigen Digitalisierung (Stichwort BIM) - automatisiert werden, ist ein grundlegendes Verständnis der HIntergründe nach wie vor unabdingbar. Nur damit kann es gelingen, den umfassenden und verantwortungsvollen Aufgaben in der Praxis, vom Entwurf, über die Berechnung, die Bemessung, die Konstruktion und Ausführung bis hin zu den Anforderungen des Umbaus und der Sanierung, auch künftig qualitätsvoll und auf hohem Niveau gewachsen zu sein."

Die Neuauflage behandelt durchgehend die Deutsche Fassung der DIN EN 1992-1-1 (2011), den nationalen Anhang (2013) sowie die aktuelle A1-Änderung (2015). Alle Beispielsrechnungen erfolgen gemäß den Vorgaben dieser Normen.

Zum Inhalt:

- Einführung (Prinzipien, Begriffe, Baustoffe)
- Das Sicherheitskonzept in EC 2
- Ermittlung von Schnittgrößen
- Vorschriften und konstruktive Grundlagen
- Biegebemessung von Rechteckquerschnitten
- Nachweise in den Grenzzuständen der Gebrauchstauglichkeit
- Bemessung für Querkräfte sowie Verankerung und Stoß von Bewehrungsstäben
- Querschnitte mit Druckbewehrung
- Plattenbalken, deckengleiche Balken
- Zweiachsig gespannte Platten
- Anwendungen

 

Stahlbetonbau - Bemessung und Konstruktion - Teil 1
Otto Wommelsdorff, Andrej Albert, Jürgen Fischer
11. Auflage 2017 | 404 Seiten, 17x24cm, Softcover
Beigaben: 2 Auschlagtafeln
Bundesanzeiger Verlag
ISBN 978-3-8462-0459-7 | ca. € 39,–

 

Quelle: www.bundesanzeiger-verlag.de

Donnerstag 11. Mai 2017 | Rainer Huth
Bild: Rudolf Müller Verlag

Fachbuchvorstellung: Deutsches Dachdeckerhandwerk - Regeln für die Abdichtung - 6. Auflage 2017

- mit Flachdachrichtlinie -

Stand Dezember 2016

Bild: Rudolf Müller Verlag

Das Taschenbuch Regeln für Abdichtungen beinhaltet die Grundregel und die Fachregel für Abdichtungen - Flachdachrichtlinie - sowie sämtliche relevanten Hinweise, Merkblätter und Produktdatenblätter, die für die Ausführung von Dachabdichtungsarbeiten relevant sind.

Vorteile, die das Buch bieten:

  • schnell und überschaubar sind sämtliche technischen Richtlinien rund um die Dachabdichtung zur Hand
  • hervorragendes Nachschlagewerk zur Beratung der Kunden vor Ort bzw. zum Einsatz auf der Baustelle

Zum Inhalt:

  • Vorwort
  • Grundregel für Dachdeckungen, Abdichtungen und Außenwandbekleidungen
  • Fachregel für Abdichtungen - Flachdachrichtlinie -
  • Hinweise Holz und Holzwerkstoffe
  • Merkblatt Wärmeschutz bei Dach und Wand
  • Merkblatt Äußerer Blitzschutz auf Dach und Wand
  • Merkblatt Solartechnik für Dach und Wand
  • Merkblatt zur Bemessung von Entwässerungen
  • Produktdatenblatt für Dampsperrbahnen
  • Produktdatenblatt für Wärmedämmstoffe
  • Produktdatenblatt für Bitumenbahnen
  • Produktdatenblatt für Kunststoff- und ElastomerbahnenProduktdatenblatt für Flüssigkunststoffe

Übersicht der Normen im Arbeitsgebiet des Dachdeckerhandwerks

 

Deutsches Dachdeckerhandwerk - Regeln für Abdichtungen
Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks - Fachverband Dach- , Wand- und Abdichtungstechnik - e.V.
6. Auflage 2017 | 340 Seiten, 16,8x24cm, Broschiert
Rudolf Müller Verlag
ISBN 978-3-481-03529-7 | ca. € 62,–

 

Quelle: www.rudolf-mueller.de

Montag 01. Mai 2017 | Rainer Huth
Bild: beuth-Verlag

Fachbuchvorstellung: Handbuch Eurocode 6 - Mauerwerksbau - 2. aktualisierte Auflage 2017

Von DIN konsolidierte Fassung

Bild: beuth-Verlag

Um die Arbeit mit der Normenreihe DIN EN 1996 (Eurocode 6) zur Bemessung und Konstruktion von Mauerwerksbauten in der täglichen Praxis zu erleichtern, wurden die Inhalte der drei Normteile mit den jeweils zugehörigen nationalen Anhängen (NA) einschließlich aller Änderungen zu einem durchgehenden Text verschmolzen.

Nach Veröffentlichung der ersten Auflage des Handbuches Eurocode 6 – Mauerwerksbau im Jahre 2012 wurde der Teil 1-1 des EC in neuer Fassung herausgeben und die Nationalen Anhänge von Teil 1 und 3 geändert.

Diese zweite Auflage dieses Handbuches stellt die konsolidierten Originaltexte folgender Normen bereit:

  • DIN EN 1996-1-1:2013-02 + NA:2012-05 einschl. der Änderungen A1:2014-03 und A2:2015-01
  • DIN EN 1996-2:2010-12 + NA:2012-01
  • DIN EN 1996-3:2010-12 + NA:2012-01 einschl. der Änderungen A1:2014-03 und A2:2015-01

Die eingearbeiteten Passagen aus den Nationalen Anhängen sind schwarz umrandet, so dass zusammengehörende Inhalte auf einen Blick zu erkennen sind.Änderungen gegenüber der Vorauflage sind durch Marginalien gekennzeichnet. 

 

Handbuch Eurocode 6 - Mauerwerksbau
Bauakustische Prüfungen
DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin
2. aktualisierte Auflage 2017-03 | 224 Seiten, A4, Broschiert
Beuth Verlag
ISBN 978-3-410-26339-5 | ca. € 164,–

 

Quelle: www.beuth.de

Samstag 22. April 2017 | Rainer Huth
Bild: beuth-Verlag

Fachbuchvorstellung: Beuth DIN Taschenbuch 35/2 Schallschutz 2 - Bauakustische Prüfungen - 3. Auflage 2016

Die Normensammlung zu bauakustischen Prüfungen

Bild: beuth-Verlag

Mit dem DIN-Taschenbuch 35/2 Schallschutz 2 – Bauakustische Prüfungen (früher DIN- Taschenbuch 468) stehen insgesamt 25 wichtige Normen zu bauakustischen Prüfungen im Bereich Schallschutz in ungekürzten Originaltexten zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Ergebnisse der nationalen, europäischen und internationalen Normung auf dem Gebiet der Bauakustik mit Bezug zu DIN 4109-4 Bauakustische Prüfungen.


Im zweiten Band, DIN-Taschenbuch 35/2 Schallschutz 2 liegt der Schwerpunkt auf der Messung und Bewertung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen und Aspekten wie:

  • Nachhall,
  • Geräuschverhalten von Armaturen,
  • Geräuschverhalten von Geräten der Wasserinstallation,
  • Luftschall und Trittschall

 

Die aktualisierte, 3. Auflage des DIN-Taschenbuchs 35/2 enthält u. a. folgende im Jahr 2016 erschienen DIN EN ISO Normen:

  • DIN 4109-4:2016-07 Schallschutz im Hochbau – Teil 4: Bauakustische Prüfungen
  • DIN EN ISO 16283-2:2016-05 Akustik – Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen am Bau – Teil 2: Trittschalldämmung
  • DIN EN ISO 16283-3:2016-09 Akustik – Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen am Bau – Teil 3: Fassadenschalldämmung 

 

DIN Taschenbuch 35/2 - Schallschutz 2
Bauakustische Prüfungen
DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin
3. Auflage 2016 | 684 Seiten, A5, Broschiert
Beuth Verlag
ISBN 978-3-410-26772-0 | ca. € 179,–

 

Quelle: www.beuth.de

Samstag 22. April 2017 | Rainer Huth
Bild: beuth-Verlag

Fachbuchvorstellung: Beuth DIN Taschenbuch 35/1 Schallschutz 1 - Bauakustische Prüfungen - 14. Auflage 2016

Normensammlung zum Schallschutz

Bild: beuth-Verlag

Der erste Band der zweibändigen DIN-Taschenbuch-Neuauflage zum Schallschutz bietet insgesamt 13 ungekürzte Originaltext-Normen und vermittelt einen umfassenden Überblick über Anforderungen, Nachweise und Berechnungsverfahren.


Neben allgemeinen Grundlagen sind im DIN-Taschenbuch 35/1 Schallschutz 1 auch detaillierte Festlegungen zu Messverfahren und Prüftechniken zu finden:

  • Messung und Bewertung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen
  • Messung von Parametern der Raumakustik
  • Geräuschverhalten von Armaturen und Geräten der Wasserinstallation
  • Messung der Schalldämmung von Bauteilen im Prüfstand
  • Messung der Flankenübertragung von Luftschall und Trittschall zwischen benachbarten Räumen in Prüfständen


Normensammlung Schallschutz 1 – neue Dokumente in der 14. Auflage

Das bewährte DIN-Taschenbuch 35/1 Schallschutz 1 liegt jetzt bereits in aktualisierter 14. Auflage vor und enthält u. a. folgende Neuerungen:

  • Die zentrale Normenreihe DIN 4109:2016-07 Schallschutz im Hochbau wurde komplett überarbeitet und im Juli 2016 neu veröffentlicht.
  • Die für die Durchführung eines Schallschutznachweises relevanten Anforderungen werden jetzt in der DIN 4109-2 zusammengefasst, dafür entfällt die DIN EN 12354 Bauakustik.
  • Ergänzt werden die Normen zum Schallschutz im Hochbau (DIN 4109) und Städtebau (DIN 18005-1) durch die neu hinzugekommene DIN 18041:2016-03 Hörsamkeit in Räumen.

 

DIN Taschenbuch 35/1 - Schallschutz 1
Anforderungen, Nachweise, Berechnungsverfahren
DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin
14. Auflage 2016 | 504 Seiten, A5, Broschiert
Beuth Verlag
ISBN 978-3-410-26986-1 | ca. € 131,–

 

Quelle: www.beuth.de

Freitag 01. März 2013 | Birgit Stachowski

Innovative Schaumbeton-Injektionen bei abgesackten Betonböden und Schaumbeton als isolierendes Gründungspolster bei (Hallen-)Neubau: Das “BOTOX” für den Boden!

Mit Hilfe eines Injektionsverfahrens können instabile und abgesackte Betonböden schnell und kostengünstig wieder instandgesetzt und “geliftet” werden. Dies hilft Zeit und Kosten zu sparen - vor allem bei Gewerbe- oder...

Es handelt sich um ein in Deutschland noch weitgehend unbekanntes, patentiertes Schaumbeton-Injektions-System aus den Niederlanden, mit dessen Hilfe man abgesackte Betonböden - wie sie häufig bei Industrie-, Produktions- und Lagerhallen, sowie typischerweise bei Speditionsunternehmen, Distributions- und Logistikzentren auftreten - effizient, umweltfreundlich und schnell anheben kann.
Zu den Kunden zählen sowohl die öffentliche Hand als auch private Einrichtungen und Unternehmen.
In Deutschland wurde 2012 der Faber Schaumbeton mit grossem Erfolg erstmalig auch im Strassenbau eingesetzt. In den Niederlanden ist das Verfahren unter dem Namen Fagro BV seit vielen Jahren sehr bekannt. Seit knapp drei Jahren etabliert sich die Firma FABER Betonbodensanierung nun auch auf dem deutschen Markt und konnte in dieser Zeit namhafte Kunden mit den unterschiedlichsten Projekten gewinnen. Durch die Teilnahme an diversen Kongressen und Fachmessen aus dem Bau-, Logistik- und Facilitymanagement-Bereich hat FABER bereits eine Namensbekanntheit aufbauen können. Zu den ersten Referenzobjekten in Deutschland zählen Arbeiten für Hafengesellschaften, verschiedene Industiehallenbetreiber, Bauunternehmen, Strassenbauämter und Hallenbauer.

Das System
Bisher reparierte man Setzungen von Betonböden durch das kostspielige und zeitintensive Herausbrechen und Entsorgen des alten Betonbodens und Gießen eines neuen. Der Raum ist in der gesamten Instandsetzung nicht nutzbar. Alternativ brachte man eine neue Betonschicht auf den alten Betonboden auf. Durch das höhere Gewicht auf den Baugrund ist jedoch relativ schnell mit erneuten Setzungen (die teilweise höher sind wie vorher) zu rechnen. Um dies zu verhindern wird von Faber eine qualitativ vorherberechnete und umweltfreundliche Schaumbetonmischung unter die Absenkung durch gebohrte und mit einem Ventil versehene Löcher in den Boden injiziert. Dadurch wird die Absenkung mit Hilfe des Schaumbetons schnell und wirksam angehoben, alle Hohlräume werden  verfüllt und der Untergrund verstärkt. Die Arbeiten können in nur wenigen Tagen und unter Umständen mit bestehenden Regal- und Maschinenaufstellungen ausgeführt werden.
Faber “liftet”  mit seinem innovativen System Betonböden mit einer Setzung bis zu einem Meter.   Auch im Rahmen von Teilsanierungen der schwer belasteten Verkehrswege von Gabelstaplern wird der nötige Schaumbeton unter den Boden injeziert. Das Faber System bietet auch für  Aussenbereiche und anfällige Laderampengebiete eine effektive Lösung. Generell kann der gesamte Untergrund in allen Bereichen mit Schaumbeton verstärkt werden.
 
Neben der Injektionshebetechnik wird das Material “Schaumbeton” als kostengünstiges isolierendes Gründungspolster (Bodenaustauschmaterial) bei (Hallen-) Neubau eingesetzt. Aufgrund der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen künftig Böden in Industriehallen wärmedämmend sein. Hier bietet der Schaumbeton mit seinen sehr guten Isolierwerten als Gründungsmaterial bei Hallen-Neubau eine kostengünstige und interessante Alternative. Zum Teil wird der Faber Schaumbeton auch anstelle teurer Pfahlgründung, zusätzlicher Wärmedämmung, Frostschürzen und Schotter bei setzungsempfindlichen Böden eingesetzt. Weiterer Vorteil: Sollten einmal Setzungen stattfinden, so können diese schnell und kostengünstig durch das Injektionssystem mit gleichem Material wieder behoben werden.


Ein wichtiger Aspekt für Planer: Der Schaumbeton bietet durch sein leichtes Gewicht eine sehr
hohe Gewichtsreduzierung und somit eine grosse Entlastung des Bodens.

In Deutschland hat Faber auch für den Hallen-Neubau ein erstes Referenzprojekt:                            

Die Gündung einer neuen Produktionshalle mit Schaumbeton in Eberswalde. Aktuell hat Faber     (unter dem Namen Fagro BV) das Material Schaumbeton als Gründung für eine Kreisstrasse angebracht. Faber arbeitet auch gemeinsam mit einem deutschen Sachverständigenbüro und Baugrundgutachter. Unterstützend können auch über dieses Büro spezifische Fragen individuell besprochen werden.
In der Zwischenzeit hat FABER Betonbodensanierung einen sehr interessanten “Demonstrationstag an einem Grossprojekt”  in den Niederlanden organisiert. Mehr als 20 geladene Gäste aus dem Bau-, Sachverständigen-, Gebäudeverwaltungs- und Logistiksektor konnten die Arbeiten des Betonbodenanhebens Schritt für Schritt begutachten. Aufgrund des grossen Interesses plant FABER  erneute Demonstrationstage und individuelle Projektbesichtigungen. Interessenten können sich bereits im Vorfeld anmelden. Desweiteren werden auf Anfrage kostenlose Präsentationen in deutschen Firmen, Unternehmen oder Vereinigungen gehalten.

Auf der Webseite der Firma Faber Betonbodensanierung ist die patentierte und innovative Injektionshebetechnik als 3-Minuten-Demonstrationsfilm anschaulich zu sehen.

FABER Betonbodensanierung                         
Ansprechpartner: Birgit Stachowski
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Dienstag 12. Februar 2013 | Bernhard Osterholt-FH Münster
Grafik: FH-Münster

Programmhinweis: 28.02.2013-10:00h FH Münster-Abt.. Steinfurt: 14. Sanitärtechnisches Symposium

innerhalb des letzten Jahres gab es eine ganze Reihe von normativen Veränderungen im Bereich der Trinkwasser-Installation. Die neuen Normenpakete für die Trinkwasser-Installation, bestehend aus der europäische Normenreihe DIN EN 806 und den...

Grafik: FH-Münster

innerhalb des letzten Jahres gab es eine ganze Reihe von normativen Veränderungen im Bereich der Trinkwasser-Installation. Die neuen Normenpakete für die Trinkwasser-Installation, bestehend aus der europäische Normenreihe DIN EN 806 und den nationalen Ergänzungsnormen der DIN 1988, wurden im letzten Jahr vollständig veröffentlicht. Zusätzlich ergaben sich mit der geänderten Trinkwasserverordnung (TrinkwV) neue Rahmenbedingungen für die Planung und Ausführung von Trinkwasser-Installationen. Zwischenzeitlich hat bereits die zweite Änderung der TrinkwV Gültigkeit erlangt, die gerade einmal ein Jahr nach der ersten Änderung in Kraft getreten ist.

 

Hieraus ergeben sich im Bereich der Trinkwasser-Installation neue Anforderungen an die Planung, den Bau und den Betrieb von Trinkwasser-Installationen. Diese müssen in der täglichen Praxis angewendet werden. Durch die neuen Regelwerke und Verordnungen ergeben sich gerade im Bereich der Gebäudeplanung viele Möglichkeiten und neue Chancen. Oberstes Ziel bleibt jedoch nach wie vor die hohe Qualität unseres Trinkwassers innerhalb von Gebäuden für den Nutzer sicher zu stellen. Im 14. Sanitärtechnischem Symposium werden die Neuerungen in gewohnter Weise durch Experten aus anwendungsorientierter und wissenschaftlicher Sicht dargestellt und diskutiert.

Donnerstag, 28. Februar 2013 -10:00h - Audimax Raim D 250
Gebäudeteil D, Stegerwaldstraße 39, 48565 Steinfurt-Burgsteinfurt

[download Programm als pdf...]

 

Neben den wissenswerten Neuerungen zur zweiten Änderung der TrinkwV werden interessante Praxiserfahrungen aus dem Umgang mit der geänderten TrinkwV vorgestellt. Besonders wird erläutert, wie die geänderte TrinkwV künftig verstanden und umgesetzt werden soll. Im Bereich der Normung wird schwerpunktmäßig auf die neuen nationalen Ergänzungsnormen DIN 1988-200 und DIN 1988-300 eingegangen. Interessante Punkte sind hierbei u. a. die neuen Anforderungen, die das überarbeitete Regelwerk an die Auslegungssoftware stellt und die Auswirkung auf die Planung und Auslegung von Trinkwassererwärmungsanlagen.

Das Symposium richtet sich mit diesem Themenkatalog an ein breites Fachpublikum: an Fachplaner, ausführende Firmen, technisches Personal von großen Liegenschaften, Krankenhäusern, Altenheimen, Bauämtern und Überwachungsbehörden, sowie an Architekten und Wohnungsbaugesellschaften.   Das Sanitärtechnische Symposium "Trinkwasserverordnung und TRWI-Regelwerk" ist von der Ingenieurkammer Bau NRW und von der Architektenkammer  NRW als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Das Symposium beginnt am 28. Februar 2013 um 10 Uhr im Audimax (Raum D 250) der Fachhochschule Münster in Steinfurt.  

Auf der Webseite des Fachbereiches Energie · Gebäude · Umwelt 
https://www.fh-muenster.de/fb4 ) der Fachhochschule Münster finden Sie das Programm zum Download und den Link zur Online-Anmeldung ( https://www.fh-muenster.de/fb4/aktuelles/seminar_symposium_workshop/2013-sani-symposium-anmeldung.php ).  

Anmeldungen zum Symposium sind nur als Online-Anmeldung möglich. Nach erfolgter Online-Anmeldung erhalten sie an die angegebene Mailadresse auch die Anmeldebestätigung.  

Wir würden uns freuen, Sie am 28. Februar anlässlich des Symposiums in Steinfurt begrüssen zu können.   

Mit freundlichen Grüssen
Bernhard Osterholt

Dienstag 12. Februar 2013 | Rainer Huth

Fachartikel in "Haus und Grund" Oktober 2012: Gedanken zur Trinkwasserverordnung 2011 - und ein nicht gehörter Hilferuf

Seit 1. November 2011 galt die erste Änderung der novellierten Trinkwasserverordnung in Kraft – und dennoch kaum bekannt. Doch selbst Experten, die sich ausgiebig mit dem neuen Gesetzeswerk auseinandergesetzt haben, stehen noch vor vielen...

Seit 1. November 2011 galt die erste Änderung der novellierten Trinkwasserverordnung in Kraft – und dennoch kaum bekannt. Doch selbst Experten, die sich ausgiebig mit dem neuen Gesetzeswerk auseinandergesetzt haben, stehen noch vor vielen unlösbaren, offenen Fragen. Grund: Der Gesetzgeber hat es versäumt, klare Regelungen zu schaffen.

77 Prozent der Hauseigentümer kennen die Regelungen der Trinkwasserverordnung 2011 und die damit verbundenen Untersuchungspflichten nicht, so lautet eine Information einer großen Heizkosten-Erfassungsfirma. Betroffen sind unter anderem sogenannte „Großanlagen“ – auch in Mehrfamilienwohnhäusern.

Der Gesetzgeber hat zwar den in der 2. Änderung in 2012 nunmehr den Wortlaut zur Definition einer Großanlage aus dem Arbeitsblatt W551 wörtlich übernommen, aber dabei leider nicht die ungenaue Formulierung der "3-Liter-Regel" klar geregelt.

Zur Lektüre und für die eigenen Meinungsbildung ist hier mein Fachbeitrag in der Zeitschrift Haus und Grund hinterlegt.

Rainer Huth

Haus und Grund 10/2012:
Rainer Huth: Gedanken Trinkwasserverordnung 2011 - und ein Hilferuf

 

 

 

 

 

Montag 28. Januar 2013 | Rainer Huth

Trinkwasserverordung 2012 - Weiterhin offene Frage: Was ist eine Großanlage?

In der 2. Änderung zur Trinkwasserverordnung 2012 wurde im Bezug zur Definition einer Großanlage ein Wortlaut aus dem Arbeitsblatt W551 übernommen, ohne die in dem Arbeitsblatt unklare Definition der "3-Liter-Regel" zu Regeln....

auch mit der 2. Änderung der Trinkwasserverordnung bleibt die entscheidende Frage, was eine Großanlage im Sinne der Verordnung ist, aus meiner Sicht unklar.

Dreh- und Angelpunkt ist das zweite Kriterium im Arbeitsblatt W551 [2]:  

  • < 3 Liter Wasserinhalt zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und der Entnahmestelle

Nach bisheriger (offenbar bis Februar 2012) Lesart zählten die 3 Liter ab Abgang von dem Zirkulationssystem (in dem durch das zirkulierende Wasser die Temperatur immer ausreichend hoch gehalten wird). Das belegt auch das Schreiben des Gesundheitsamtes Halle vom 16.03.2012.

Nach Einführung der Trinkwasserverordnung 2011 kam nun eine Veröffentlichung von Dr. Karin Gerhardy [4] in Umlauf, in der Gerhady eine Begriffsdefinition in DIN EN 806-1:2001-12 [5] zur Zirkulationsleitung heranzog, um zu begründen, dass die Verteilungsleitung (Hauptleitung) des Zirkulationssystems bei der Ermittlung der 3-Liter-Regel hinzuzurechen sei. Das würde bedeuten, dass nunmehr fast alle Mehrfamilienwohnhäuser als „Großanlage" einzustufen wären. Auf diese Veröffentlichung [4] stützt sich nun das zitierte Gesundheitsamt.

In der Trinkwasserverordnung 2011 heißt es

 „... der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nummer 2 Buchstabe d oder Buchstabe e, in der sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung nach der Definition der allgemein anerkannten Regeln der Technik befindet."

Es scheint so, dass der Gesetzgeber die Verordnung ausdrücklich nur auf Großanlagen abstellt.
Er bezieht sich hierbei auf eine Definition in den  allgemein anerkannten Regeln der Technik, lässt aber offen, welche Regeln das genau sind.

In der 2. Änderung zur Trinkwasserverordnung 2012 heißt es nun konkreter:

§ 3, Abs. 12:

 

ist „Großanlage zur Trinkwassererwärmung“ eine Anlage mit

a) Speicher-Trinkwassererwärmer oder zentralem Durchfluss-Trinkwassererwärmer   jeweils mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern oder
b) einem Inhalt von mehr als 3 Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle;

nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung;
entsprechende Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern zählen nicht zu Großanlagen zur Trinkwassererwärmung."

-----------------------------------------------------

Das entspricht genau dem alten Text im Arbeitsblatt W551 des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. Leider stellt der Gesetzgeber hier die entscheidende Frage nicht klar, wie die "3-Liter-Regel" zu verstehen ist, obwohl bekannt war, dass es hier in der Fachwelt gegensätzliche Auffassungen gibt. 

Die Veröffentlichung von Dr. Karin Gerhardy [4] wird nun weiterhin genutzt werden, um quasi jedes Mehrfamilienhaus in die Untersuchungspflicht zu pressen.

Macht die These von Gerhardy [4] aber fachlich Sinn?

Verteilungsleitungen bei Warmwasserspeichern von ca. 300 Liter, die das Wasser zu den Wohnungen bringen sind in der Regel Leitungen mit einem Durchmesser von mind. 22mm und erschließen mind. 3 Wohneinheiten (da 1+2-Familienwohnhäuser ja ausgenommen sind).

3 Liter Wasserinhalt sind bei Ø22mm nach 7,9m erreicht.

Beispiel:

  • 1m Horizontal im Keller
  • 2m Vertikal im Keller
  • 6m Vertikal EG + 1.OG
  • 1m Vertikal im 2.OG

= 10m > 7,9m

Insofern, wäre die 3-Liter-Regel in [1] ein überflüssiges Kriterium, da davon auszugehen ist, dass 3 Liter im Steigestrang unabhängig von der Speichergröße immer überschritten werden. Es liegt die Vermutung nahe, dass dieses Kriterium nicht so wie in [4] dargelegt zu verstehen ist.

Plausibler scheint da die Erklärung, dass die 3-Liter zur Begrenzung der Wassermenge gedacht ist, die nicht durch ein Zirkulationssystem ständig warm gehalten wird.

Es scheint weder vom Gesetzgeber noch vom ursprünglichen Wortlaut des Arbeitsblattes W551 beabsichtigt gewesen zu sein, quasi jedes Mehrfamilienwohnhaus mit erheblichen Kosten als Großanlage einzustufen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der Gesetzgeber hier klare Regeln schafft, die sich am tatsächlichen Gefährdungspotential und nicht an Begriffen orientieren. Leider wurde dies mit der 2. Änderung zur Trinkwasserverordnung 2012 versäumt.

Im Moment muss wohl weiterhin jeder Eigentümer für sich selbst entscheiden, wie er mit der Situation umgeht.

Rainer Huth  

Literatur:

  1. Trinkwasserverordnung 2011
  2. Arbeitsblatt W551 des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V
  3. TWIN Nr. 06: Information des DVGW "Durchführung der Probenentnahme zur Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen (ergänzende systematische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen) - das zu der 3-Liter-Regel keine Informationen enthält
  4. Veröffentlichung: Dr. Karin Gerhardy: "Das DVGW-Arbeitsblatt W551 und die 3-Liter-Regel"
  5. DIN EN 806-1:2001-12 "Technische Regel für Trinkwasser-Installationen"

Dienstag 15. Januar 2013 | Dirk Ackermann - Rathscheck Schiefer
Foto: Rathscheck Schiefer

Designobjekt und Energiewunder: Vom Siedlungshaus zum Schiefer-Schmuckstück - Neues Wohnen in alten Mauern

Grevenbroich/Mayen 10.01.2013: - Steigende Grundstückspreise machen die Sanierung alter Bausubstanz immer attraktiver. Wie aus einem einfachen Siedlungshaus der 40er Jahre ein schickes wie bezahlbares Designerobjekt entstand, zeigt ein...

Foto: Rathscheck Schiefer

Grevenbroich/Mayen 10.01.2013: - Steigende Grundstückspreise machen die Sanierung alter Bausubstanz immer attraktiver. Wie aus einem einfachen Siedlungshaus der 40er Jahre ein schickes wie bezahlbares Designerobjekt entstand, zeigt ein Musterbeispiel aus Grevenbroich: Über die alte Hülle wurde als zweite Haut eine wärmedämmende Schieferhaube gestülpt.

Modern und monolithisch, schick und zeitlos - auch so kann ein ehemaliger Sanierungsfall aussehen. Denn kaum jemand vermutet hinter der eleganten Schieferfassade ein 70 Jahre altes Siedlungshaus: Vor den Toren Düsseldorfs zeigt Architekt Jon Patrick Böcker, wie mit vielen guten Ideen aus einer schmucklosen Nachkriegsimmobilie ein bezahlbares Design-Objekt entstehen kann.

Dabei hat das Ehepaar in Ankauf, Ausbau und Kernrenovierung eines günstig erworbenen Altbaus in stadtnaher Wohnlage von Grevenbroich weniger Geld gesteckt, als in einen vergleichbaren Neubau. Die Außenmauern blieben stehen, das Innenleben wurde entkernt und die Wohnfläche geschickt durch zwei kubische Anbauten vergrößert. Clou des Hauses ist die von der Bodenplatte bis zum First durchgehende Schieferbekleidung. Hinter der symmetrischen Deckung mit modernen Rechteck-Platten verbirgt sich eine hocheffektive Wärmedämmung. In Kombination mit Lärchenholz für die neuen Anbauten entstand hinter der zeitlos-eleganten blaugrau schimmernden Fassade ein moderner Wohntraum auf 148 Quadratmetern.

Der Naturstein Schiefer - entstanden vor Millionen Jahren - wird schon seit Jahrhunderten als witterungs- wie alterungsbeständige Dachdeckung eingesetzt, aber erst in den vergangenen Jahrzehnten von der modernen Architektur wiederentdeckt. Das Naturprodukt erlebt seine Renaissance dabei sowohl in der Sanierung historischer Dächer als auch - durch moderne Formate und innovative Befestigungstechniken - bei Neubauten und an Fassaden.

Rathscheck Schiefer, Dirk Ackermann

Foto: Rathscheck Schiefer

 

 

 

 

Donnerstag 13. Dezember 2012 | Bundesministerium für Gesundheit

2. Änderung der Trinkwasserverordnung tritt am 14.12.2012 in Kraft

Heute ist die Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Damit tritt sie morgen in Kraft. Der Bundesrat hatte der vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegten Verordnung am...

Heute ist die Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Damit tritt sie morgen in Kraft. Der Bundesrat hatte der vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegten Verordnung am 12. Oktober 2012 zugestimmt.

Durch die Änderungen werden die Gesundheitsbehörden der Länder durch den Wegfall von Meldepflichten entlastet, ohne dass dadurch das gesundheitliche Schutzniveau vermindert wird. Weiterhin werden Vollzugserleichterungen bei der Überwachung von Trinkwasser-Installationen in Wohngebäuden im Hinblick auf Legionellen vorgenommen.

Auch die Betreiber großer Trinkwassererwärmungsanlagen werden deutlich entlastet. Die bisher geforderte generelle Anzeigepflicht solcher Anlagen entfällt. Die Frist für die erste Untersuchung von gewerblichen, nicht öffentlichen Großanlagen zur Trinkwassererwärmung – dies betrifft vor allem Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen – wurde bis zum 31. Dezember 2013 verlängert (vorher 31. Oktober 2012). Dabei ist sichergestellt, dass betroffene Vermieter, die der Untersuchungspflicht bis zum 31. Oktober 2012 noch nicht nachgekommen sind, kein Bußgeld befürchten müssen. Ferner wird das Untersuchungsintervall für die routinemäßige Betreiberuntersuchung dieser Anlagen (gewerbliche, nicht öffentliche Großanlagen zur Trinkwassererwärmung ) auf Legionellen von jährlich auf alle drei Jahre erweitert.

Dem Gesundheitsamt müssen künftig die Ergebnisse der Legionellenuntersuchung nur noch dann gemeldet werden, wenn die Anlage Auffälligkeiten zeigt. Wird bei einer solchen Untersuchung ein erhöhter Wert gemessen, muss der Betreiber zur Ermittlung der Ursache tätig werden und Gegenmaßnahmen veranlassen.

Die geänderte Trinkwasserverordnung nimmt Bezug auf den aktuellsten Stand der vom Umweltbundesamt geführten Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren. Dem Umweltbundesamt wird zudem die Möglichkeit eingeräumt, im Einzelfall befristete Ausnahmen von der Liste zu genehmigen.

Das Umweltbundesamt erhält die neue Aufgabe, verbindliche und eindeutige hygienische Anforderungen an die Materialien und Stoffe festzulegen, die Kontakt mit Trinkwasser haben. Dadurch wird sichergestellt, dass die Stoffe und Materialien in den Anlagen keine unerwünschten Substanzen in das Trinkwasser abgeben oder das Wachstum von Mikroorganismen fördern. Bislang gibt es hierzu lediglich Leitlinien, die rechtlich nicht verbindlich sind.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.umweltbundesamt.de

Trinkwasserverordnung finden Sie hier 

Sonntag 21. Oktober 2012 | Rainer Huth

Trinkwasserverordung 2011 - Warum die Veröffentlichung von Dr. Karin Gerhardy: "Das DVGW-Arbeitsblatt W551 und die 3-Liter-Regel" keine allgemein anerkannte Regel der Technik sein kann

Hauseigentümer müssen bei bestimmten Anlagen jährlich das Trinkwasser auf Gesundheitskeime untersuchen lassen und haben eine Anzeigepflicht beim Gesundheitsamt. Welche Anlagen betroffen sind, regelt die Richtlinie leider nicht. Sie verweist nur...

Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 03. Mai 2011

21.10.2012: Münster-baut-neu.de berichtete schon mehrfach über die Trinkwasserverordung und die nach wie vor unklaren Verhältnisse für Trinkwasseranlagen in normalen Mehrfamilienhäusern mit einem Warmwasserspeicher < 400 Liter.

Dreh- und Angelpunkt ist das zweite Kriterium im Arbeitsblatt W551 [2]:  

  • < 3 Liter Wasserinhalt zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und der Entnahmestelle

Nach bisheriger (offenbar bis Februar 2012) Lesart zählten die 3 Liter ab Abgang von dem Zirkulationssystem (in dem durch das zirkulierende Wasser die Temperatur immer ausreichend hoch gehalten wird). Das belegt auch das Schreiben des Gesundheitsamtes Halle vom 16.03.2012.

Nach Einführung der Trinkwasserverordnung 2011 kam nun eine Veröffentlichung von Dr. Karin Gerhardy [4] in Umlauf, in der Gerhady eine Begriffsdefinition in DIN EN 806-1:2001-12 [5] zur Zirkulationsleitung heranzog, um zu begründen, dass die Verteilungsleitung (Hauptleitung) des Zirkulationssystems bei der Ermittlung der 3-Liter-Regel hinzuzurechen sei. Das würde bedeuten, dass nunmehr fast alle Mehrfamilienwohnhäuser als „Großanlage" einzustufen wären. Auf diese Veröffentlichung [4] stützt sich nun das zitierte Gesundheitsamt.

In der Trinkwasserverordnung heißt es

 „... der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nummer 2 Buchstabe d oder Buchstabe e, in der sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung nach der Definition der allgemein anerkannten Regeln der Technik befindet."

Es scheint so, dass der Gesetzgeber die Verordnung ausdrücklich nur auf Großanlagen abstellt.
Er bezieht sich hierbei auf eine Definition in den  allgemein anerkannten Regeln der Technik, lässt aber offen, welche Regeln das genau sind.

Die Veröffentlichung von Dr. Karin Gerhardy [4] kann schon deshalb keine allgemein anerkannte Regel der Technik sein, da sie sich in der Praxis noch nicht bewährt hat, was eine der Voraussetzungen für eine allgemein anerkannte Regel der Technik ist.

Macht die These von Gerhardy [4] aber auch fachlich Sinn?

Verteilungsleitungen bei Warmwasserspeichern von ca. 300 Liter, die das Wasser zu den Wohnungen bringen sind in der Regel Leitungen mit einem Durchmesser von mind. 22mm und erschließen mind. 3 Wohneinheiten (da 1+2-Familienwohnhäuser ja ausgenommen sind).

3 Liter Wasserinhalt sind bei Ø22mm nach 7,9m erreicht.

Beispiel:

  • 1m Horizontal im Keller
  • 2m Vertikal im Keller
  • 6m Vertikal EG + 1.OG
  • 1m Vertikal im 2.OG

= 10m > 7,9m

Insofern, wäre die 3-Liter-Regel in [1] ein überflüssiges Kriterium, da davon auszugehen ist, dass 3 Liter im Steigestrang unabhängig von der Speichergröße immer überschritten werden. Es liegt die Vermutung nahe, dass dieses Kriterium nicht so wie in [4] dargelegt zu verstehen ist.

Plausibler scheint da die Erklärung, dass die 3-Liter zur Bergrenzung der Wassermenge gedacht ist, die nicht durch ein Zirkulationssystem ständig warm gehalten wird.

Es scheint werder vom Gesetzgeber noch vom ursprünglichen Wortlaut des Arbeitsblattes W551 beabsichtigt gewesen zu sein, quasi jedes Mehrfamilienwohnhaus mit erheblichen Kosten als Großanlage einzustufen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der Gesetzgeber mit der angedachten Novelle der Trinkwasserverordnung hier klare Regeln schafft, die sich am tatsächlichen Gefährdungspotential und nicht an Begriffen orientieren.

Bis dahin sollte der Gesetzgeber die bald anstehende Umsetzungspflicht für normale Mehrfamilienwohnhäuser mit Warmwasserspeicher <400 Liter aussetzen, da nicht einmal die IHK unabhängige Sachverständige benennen kann, die den Eigentümern definitiv und verbindlich Auskunft darüber geben können, ob ein Gebäude unter die Verordnung fällt oder nicht.

Im Moment muss wohl jeder Eigentümer für sich selbst entscheiden, wie er mit der Situation umgeht.

Rainer Huth  

Literatur:

  1. Trinkwasserverordnung 2011
  2. Arbeitsblatt W551 des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V
  3. TWIN Nr. 06: Information des DVGW "Durchführung der Probenentnahme zur Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen (ergänzende systematische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen) - das zu der 3-Liter-Regel keine Informationen enthält
  4. Veröffentlichung: Dr. Karin Gerhardy: "Das DVGW-Arbeitsblatt W551 und die 3-Liter-Regel"
  5. DIN EN 806-1:2001-12 "Technische Regel für Trinkwasser-Installationen"

P.S.: Auch die Definition einer Großanlage in der zweiten Änderung zur   Trinkwasserverordnung ist leider nicht eindeutig geklärt.